Skurios Volleys starten #Mission 1. Bundesliga

Skurios Volleys starten #Mission 1. Bundesliga

Zweitliga-Meister visiert Aufstieg in der Saison 2023/24 an und sucht dafür starke Partner

Sportlich sind die Skurios Volleys in dieser Saison Primus der 2. Volleyball Bundesliga Nord und vom gesamten Umfeld her ist ihr Auftritt bereits seit Jahren erstligareif. Nun aber peilen wir als frisch gebackener Zweitliga-Meister tatsächlich den Aufstieg in die 1. Volleyball-Bundesliga an, wenn auch erst zur Saison 2023/24. Nach dann zehn Jahren im Bundesliga-Unterhaus möchte unser Verein die kommenden Monate nutzen, um sich sportlich und wirtschaftlich auf Erstliga-Kurs zu begeben.

„Mit allem was wir tun sind wir jetzt schon auf dem Niveau der 1. Bundesliga“, erläuterte Markus Friedrich, Co-Trainer und Assistent von Teammanager Ulrich Seyer, nun vor Sponsoren. Die Skurios Volleys hatten nur zwei Tage nach der vorzeitigen Meisterschaftsfeier in den Borkener Vennehof eingeladen, um ihnen die mittelfristigen Planungen als erste öffentlich zu präsentieren. Die auch durch die tatkräftige Unterstützung der Sponsoren stattfindenden Heimspiele seien in der 2. Bundesliga bereits jetzt „Top of the Pops“. Da man sich seit Jahren bewusst weiterentwickelt habe, sei unser Verein der 2. Bundesliga mittlerweile fast entwachsen. Das Ziel ist also klar: „Bei dem was wir tun und was wir vorleben muss der Schritt in die 1. Bundesliga gehen.“

Seit rund sechs Monaten bereits arbeiten wir im Hintergrund an diesem Vorhaben, erarbeiteten einen Businessplan und suchten intensive Gespräche mit der Volleyball-Bundesliga in Berlin. Dort registriert man seit Jahren die wirtschaftlichen wie sportlichen Entwicklungen im Westmünsterland genau und weiß, dass Volleyballspiele in der Borkener Mergelsberg-Sporthalle weitaus mehr sind, nämlich ausgewachsene Sportevents. „Borken ist ein Standort, wo sehr viel Potential da ist“, meinte etwa Julia Retzlaff, die als Vorstandsmitglied der Volleyball Bundesliga (VBL) eigens nach Borken angereist war. „Es ist nicht selbstverständlich in der 2. Liga einen Zuschauerschnitt von 800 Personen zu haben und am Samstag so eine Siegerehrung auf die Beine zu stellen“, zollte sie den „Machern“ unserer Skurios Volleys, den Ehrenamtlichen und auch den Sponsoren ihren tiefen Respekt.

Die bei der VBL für die Fachbereiche Spielbetrieb und Lizenzierung, Sportentwicklung und Nachwuchs sowie Vereinsentwicklung Verantwortliche erklärte, dass Volleyball die beliebteste Teamsportart bei Frauen sei: „Das ist eine Spitzenstellung, der sich die Clubs sehr bewusst sind.“ Zwölf Teams gehören aktuell der 1. Bundesliga an und in der Vor-Corona-Zeit kamen die Bundesligisten pro Saison auf rund 500.000 Zuschauer. Mittelfristig soll die Liga auf bis zu 16 Vereine wachsen, was nicht nur sportlich reizvoll ist, sondern auch für potentielle Sponsoren ein großes Potential mit sich bringt. Ihre Erwartungshaltung an die Anwesenden formulierte sie klar: „Da greifen wir zu, das gehen wir gemeinsam an.“

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre konnte Markus Friedrich berichten, dass die Skurios Volleys schon viele für den Aufstieg wichtige Punkte erreicht hätten. Unser Verein verfügt etwa über viele ehrenamtliche Helfer, eine herausragende Jugendarbeit, eine überdurchschnittliche Eventisierung der Heimspiele, eine stark wachsende Außendarstellung über Social-Media-Kanäle und gute Perspektiven in den Bereichen Personal und Entwicklung. Unser Hauptaugenmerk liegt daher auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, wofür interessierte Sponsoren benötigt werden. Dass der sportliche Erfolg eine deutlich erhöhte Reichweite mit sich bringt, machte Friedrich etwa daran fest, dass die Skurios Volleys mittlerweile auch in überregionalen Tageszeitungen Beachtung finden. Sein Fazit: „Erfolg macht sexy.“

Wir, die Skurios Volleys, wissen die in der Fusion begriffenen Vereine RC Borken-Hoxfeld und SV Burlo hinter uns. Die Gründung einer Spielbetriebs-GmbH ist in den kommenden Wochen geplant, ebenso die Suche nach einem hauptamtlichen Geschäftsführer. Bereits ab der kommenden Saison soll das bewährte Trainerteam mit ersten Profi-Spielerinnen mit mehr Trainingszeiten arbeiten können, um dann als starkes Team ab der Saison 2023/24 in der 1. Bundesliga anzugreifen und konkurrenzfähig zu sein. Als Ziel definierte Markus Friedrich, dass die Skurios Volleys in etwa fünf bis sechs Jahren eine nationale Größe erreichen soll – also auf Augenhöhe mit Vereinen wie dem USC Münster, dem SSC Palmberg Schwerin oder den Ladies in Black Aachen spielen werden.

Bei allen Professionalisierung ist es uns aber wichtig, Bodenständigkeit zu bewahren. Ein geringes Budget deutlich unterhalb des Mittelwerts der 1. Volleyball Bundesliga aber würde allen Beteiligten wenig Spaß bereiten. Als Zweitligist möchten wir zugleich weiterhin als familienfreundliches Sport-Event auftreten, denn auch in der professionellen 1. Liga sollen die bisherigen Werte weiterhin verkörpert werden. Ungeachtet dessen gab es in den vergangenen Jahren bei den Skurios Volleys eine beständige Weiterentwicklung – und diese soll nun in der 1. Liga weitergehen. Markus Friedrich: „Wir wollen Zukunft gestalten und gemeinsam die Zukunft im Volleyball hier in Borken voranbringen.“

Text: Thomas Hacker