Ein weiteres vertrautes Gesicht bleibt
Ein weiteres vertrautes Gesicht bleibt
Mittelblockerin Doreen Luther geht mit den Skurios Volleys in ihre siebte gemeinsame Saison
Die nächste wichtige Verlängerung für die Skurios Volleys ist perfekt: Mittelblockerin Doreen Luther wird auch in der Saison 2026/27 das Trikot der Borkenerinnen tragen. Für die Münsterländerin wird es bereits die siebte Spielzeit bei den Skurios Volleys.
Seit ihrem Wechsel zur Saison 2020/21 steht die 1,87 Meter große Mittelblockerin für Konstanz im Borkener Kader. Zuvor lief sie eine Saison lang für den heutigen Liga-Konkurrenten USC Münster auf, ihre volleyballerischen Wurzeln liegen beim ASV Senden und dem TV Dülmen.
In den vergangenen Jahren war Doreen Luther bei vielen wichtigen Momenten der Skurios Volleys dabei: zwei Meisterschaften in der 2. Bundesliga Nord bzw. Pro, zwei WVV-Pokalsiege und schließlich der Aufstieg in die 1. Bundesliga – und nun auch die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Während sich Kader und Umfeld immer wieder leicht veränderten, blieb die erfahrene und zudem angriffsstarke Mittelblockerin eine feste Größe im Team.
Dabei steht sie beispielhaft für einen Weg, den die Skurios Volleys seit Jahren bewusst ermöglichen wollen: Leistungssport mit Studium und Berufsalltag zu verbinden. Neben Volleyball und Trainingstudiert Doreen Pharmamanagement, arbeitet in einer öffentlichen Apotheke und verbindet alles seit Jahren mit bemerkenswerter Konsequenz.
Wie viel Einsatz dahintersteckt, zeigte sich exemplarisch in der Meistersaison vor dem Bundesliga-Aufstieg. Damals kam Luther zum vorletzten Saison-Heimspiel direkt von einer Studienveranstaltung nach Borken, stand kurz später auf dem Spielfeld – und fuhr nach der Meisterfeier noch am selben Abend wieder rund zwei Stunden zurück. Viel mehr Einsatz für Team und Verein lässt sich kaum zeigen.
Auch sportlich entwickelte sich Luther in der vergangenen Bundesliga-Saison weiter. Mit 27 Blockpunkten gehörte sie teamintern zu den wichtigsten Spielerinnen am Netz und steht auch im Liga-Vergleich gut da. Dazu kamen 49 Angriffspunkte in der Hauptrunde. Beim Heimspiel gegen den VC Wiesbaden wurde sie im Januar mit der silbernen MVP-Medaille ausgezeichnet.
Mit ihrer Erfahrung, ihrer Ruhe und ihrer Identifikation mit dem Verein bleibt Doreen Luther damit auch in der zweiten Borkener Bundesliga-Saison ein wichtiger Bestandteil im Kader der Skurios Volleys.
Kira Walkenhorst:
„Doreen ist für uns enorm wertvoll, weil sie Verlässlichkeit mitbringt. Sie kennt den Verein, kennt viele Abläufe und ist einfach jemand, auf den man sich jederzeit verlassen kann.
Gerade ihre Entwicklung in den letzten Jahren finde ich bemerkenswert. Sie hat sich vieles erarbeitet und übernimmt inzwischen Verantwortung auf und neben dem Spielfeld.
Doreen bringt Ruhe ins Team, arbeitet sehr konstant und denkt Volleyball extrem mannschaftsdienlich. Solche Spielerinnen brauchst du in jeder Saison.“
Doreen Luther:
Ich bin sehr positiv überrascht von der vergangenen Saison. Ziel war es für mich ursprünglich, in die neue Liga erstmal reinzuschnuppern und die anderen Teams, die Strukturen und den ganzen Spielablauf der Liga kennenzulernen. Ich denke aber, wir haben die Erwartungen sogar übertroffen und dem ein oder anderen Team ist unser Vereinsname doch noch im Gedächtnis hängen geblieben. Wir sollten für die nächste Saison daran anknüpfen. Jetzt gilt es nicht mehr nur sich über Wasser zu halten, sondern langsam anzufangen schwimmen zu lernen.
Ich hab mich sehr über Kiras neue Aufgabe in der Mannschaft gefreut. Schon in den ersten Gesprächen war ich von ihren Plänen überzeugt und freue mich auf neue Trainingsansätze. Wir haben Ziele, worauf wir hinarbeiten können, sowohl insgesamt als Team, aber auch auf die eigene Leistung bezogen. Ich habe Lust, mich noch weiterzuentwickeln und noch mehr Input ins Team zu bringen.
Meine Saison in Münster und die letzte in Borken sind nicht miteinander vergleichbar. Damals hatte ich wenig Verantwortung, keine Spielanteile und auch kaum Selbstbewusstsein. Alles war neu für mich und ich war klar eine der schwächsten Spielerinnen in der Mannschaft. Umso größer ist mein Stolz, dass ich die letzten Jahre weiter an mir gearbeitet habe und zu der Spielerin geworden bin, die ich jetzt auf dem Spielfeld zeigen kann. Und da verdanke ich Borken viel.“
Text: Thomas Hacker
Foto: Jannes Kretschmer, Daniel Leib,