Die Skurios Volleys zeigen einen starken Kampf zum Saison-Abschluss
Die Skurios Volleys zeigen einen starken Kampf zum Saison-Abschluss
Zum letzten Auswärtsspiel der Saison liefern sich die Skurios Volleys bei den Binder Blaubären TSV Flacht ein intensives Duell über vier Sätze
Eine ausverkaufte Halle mit 433 Zuschauern bei den Binder Blaubären TSV Flacht – und alle sahen ein intensives und phasenweise hochklassiges Bundesligaspiel, in dem die Skurios Volleys Borken über 107 Spielminuten hinweg großen Kampfgeist bewiesen. Auch wenn sich das Team am Ende mit 1:3 (25:20, 24:26, 23:25, 23:25) geschlagen geben musste, zeigten die Westmünsterländerinnen zum Abschluss der Auswärtssaison noch einmal, warum er in dieser Spielzeit für viele positive Momente gesorgt hat.
Die Partie in der Flachter Heckengäusporthalle II war gleichzeitig das letzte Heimspiel der Binder Blaubären, die in einer Woche noch beim Dresdner SC antreten müssen. Für Borken bedeutete das Duell hingegen das letzte Auswärtsspiel der Saison – und zugleich den Abschied von Trainerin Danuta Brinkmann, die letztmals an der Seitenlinie der Skurios Volleys stand.
Die Westmünsterländerinnen fanden zunächst gut ins Spiel und setzten sich nach einer kleinen Serie auf 14:9 ab. Flacht reagierte zwar mit einer Auszeit und kämpfte sich zwischenzeitlich wieder heran, doch Borken blieb ruhig. Eine stabile Annahme und konsequente Angriffe brachten die nötige Sicherheit, sodass die Skurios Volleys ihre Satzbälle konsequent nutzten und den ersten Durchgang mit 25:20 für sich entschieden.
Im zweiten Satz entwickelte sich anschließend ein deutlich engeres Spiel. Beide Teams lieferten sich lange Ballwechsel und intensive Rallyes. Die Skurios Volleys lagen zwischenzeitlich vorne, musste aber auch mehrere Aufholversuche der Gastgeberinnen hinnehmen. Vor allem eigene Annahmefehler und auch einige Aufschlagfehler verhinderten eine noch klarere Führung. Flacht nutzte seine Chancen in der Crunchtime konsequenter und glich nach einem umkämpften Satz mit 26:24 zum 1:1 aus.
Auch nach der 10-minütigen Pause blieb das Spiel heiß umkämpft. Borken startete mit einigen personellen Veränderungen in den dritten Durchgang und zeigte erneut, dass die Mannschaft jederzeit für starke Serien gut ist. Mehrere Punkte in Folge brachten eine Führung, und zeitweise schien es, als könnten die Skurios Volleys den Satz kontrollieren. Doch Flacht kämpfte sich noch einmal zurück und entschied den Durchgang knapp mit 25:23 für sich.
Der vierte Satz entwickelte sich schließlich zu einem offenen Schlagabtausch. Die Gäste aus dem Westmünsterland erspielten sich zunächst eine Führung und lag lange Zeit deutlich in Front. Die Gastgeberinnen arbeiteten sich jedoch Schritt für Schritt heran. In einer dramatischen Schlussphase blieb es bis zum Ende spannend, ehe Flacht den Satz mit 25:23 und damit das Spiel mit 3:1 gewann.
Trotz der Niederlage zeigte Borken über weite Strecken eine engagierte Leistung. Besonders Pia Mohr setzte immer wieder wichtige Akzente im Angriff und wurde auf Seiten der Skurios Volleys zur wertvollsten Spielerin gewählt. Bei Flacht erhielt Frauke Neuhaus die MVP-Auszeichnung.
Trainerin Danuta Brinkmann sah ebenfalls viele positive Ansätze: „Wir sind eigentlich gut ins Spiel gestartet und haben den ersten Satz zu 20 gewonnen. Das war zwar kein besonders schönes Volleyball, aber wir hatten das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind.“
Gleichzeitig sprach sie auch die entscheidenden Details an. „Im zweiten Satz passieren uns dann wieder zu viele Aufschlagfehler. Dadurch bringen wir den Gegner immer wieder zurück ins Spiel.“ Auch nach der Pause habe ihr Team Chancen gehabt: „Wir hatten Möglichkeiten, zum Beispiel über die Mitte. Diese Bälle müssen wir einfach verwerten.“
Am Ende fehlte in einigen Situationen die letzte Konsequenz. „Der vierte Satz war wieder eng. Aber wir haben insgesamt nicht das Niveau gezeigt, das wir eigentlich spielen können“, sagte Brinkmann. Besonders ärgerlich sei gewesen, dass eine zwischenzeitlich deutliche Führung nicht zum Satzgewinn gereicht habe.
Dennoch überwog nach dem Spiel auch Stolz auf die Entwicklung der Mannschaft. In ihrer ersten Bundesligasaison hat das Team immer wieder gezeigt, dass es mit etablierten Gegnern mithalten kann. Der Auftritt in Flacht war dafür ein weiteres Beispiel.
Für die erfahrene Trainerin selbst endete damit ein besonderer Abschnitt in ihrer Volleyball-Karriere. „Es ist schade, dass sich die Mannschaft im letzten Saisonspiel nicht belohnen konnte“, bedauerte sie dem Spielverlauf. Gleichzeitig blickt der Verein bereits nach vorne: In der kommenden Saison übernimmt Kira Walkenhorst das Traineramt. Die Basis dafür hat das Team in dieser Spielzeit mit viel Einsatz, Leidenschaft und zahlreichen starken Auftritten gelegt.
Auch in Flacht zeigte die Mannschaft bis zum letzten Ballwechsel Moral und Zusammenhalt. Damit verabschieden sich die Skurios Volleys ohne Punkte, aber mit einem couragierten Auftritt aus der ersten Bundesliga-Saison.
Text und Foto: Thomas Hacker