Derby-Time in der Meggi

Derby-Time in der Meggi

Erstes Münsterland-Derby in der Borkener Mergelsberg-Sporthalle mit vielen Emotionen, zwei Rückkehrerinnen und einem Abend mit besonderer Spannung

Wenn der USC Münster am Samstagabend in die Mergelsberg-Sporthalle einläuft, ist es mehr als ein Punktspiel. Es ist das erste Münsterland-Derby in der Borkener Meggi. Nach dem packenden Hinspiel in der Sporthalle Berg Fidel steht nun das Rückspiel an Es wird voll werden – und natürlich laut. Derby-Time also.

Für zwei Spielerinnen auf Münsteraner Seite fühlt sich dieser Samstag wie eine Rückkehr an. Kapitänin und Mittelblockerin Esther Spöler hat einst selbst das Skurios-Trikot getragen, kommt aus der Jugend des heutigen RSV Borken 22 e.V.. Auch Yina Liu kennt den Weg durch die Borkener Halle. Ihr Vater Chang Cheng Liu prägte hier als Trainer eine Ära. Für beide ist es kein normales Auswärtsspiel. Es ist ein Heimkommen mit anderer Farbe auf dem Rücken. Auf der anderen Netzseite haben Mittelblockerin Doreen Luther, Außenangreiferin Pia Mohr und Diagonalangreiferin Liza Kastrup bereits das USC-Trikot getragen, Mittelblockerin Sandra Hövels spielte in der USC-Jugend. Auch für sie wird es ein besonderes Match.

Sportlich reist Münster mit Selbstvertrauen an. Tabellenplatz sechs, 26 Punkte aus 15 Spielen, neun Siege. Drei der vier Partien in diesem Jahr wurden gewonnen. Vor zwei Wochen gab es ein 0:3-Auswärtssieg im NRW-Derby bei den Ladies in Black Aachen, danach zuhause ein 1:3 gegen den starken VfB Suhl LOTTO Thüringen. Trainer Matthias Pack hat seinen Vertrag beim letztjährigen DVV-Pokalfinalisten verlängert. Nach einem Fahrradunfall ist offen, ob er am Samstagabend in Borken an der Seitenlinie stehen kann. Klar ist: Sein Team spielt eine stabile Rückrunde, strukturiert, aggressiv im Aufschlag, variabel über die Mitte.

Die Skurios Volleys gehen als Tabellen-Neunter in dieses Derby. Zwei Siege gegen die Mitaufsteiger, dazu der Punktgewinn gegen Meister SSC Palmberg Schwerin im vorletzten Heimspiel. Vor einer Woche das 0:3 im NRW-Duell gegen Aachen. Ein Abend, der zwar punktlos blieb, emotional aber einer dsr Höhepunkte dieser Ausnahme-Saison gewesen sein dürfte. 

Für Danuta Brinkmann ist es eines der letzten Heimspiele in Verantwortung. Die Meister-Trainerin der Vorsaison wird zum Saisonende aus privaten Gründen aufhören. Am Samstag sitzt ihre Nachfolgerin Kira Walkenhorst als Co-Trainerin mit auf der Trainerbank. Danuta Brinkmann weiß, was dieses Spiel bedeutet. „Ein Derby ist immer etwas Außergewöhnliches“, sagt sie. „Wir wollen von Beginn an Druck machen, mit Aufschlag und Block. Münster ist eingespielt, aber wir haben in dieser Halle schon gezeigt, dass wir mithalten können.“ Sie weiß um dieses besondere Spiel und den Einfluss der eigenen Fans: „Wenn wir mutig bleiben, wird die Meggi hinter uns stehen.“

Die Meggi wird voll werden.Danuta Brinkmann erwartet ein intensives Duell: „Münster verteidigt viel, sie bleiben lange im Ballwechsel. Da braucht es Geduld und Konsequenz. Wir dürfen uns nicht treiben lassen. Wir geben das Tempo vor.“

Derby-Time heißt auch: Energie. Jede Annahme zählt, jeder Blockkontakt, jede Abwehraktion. Die Skurios Volleys wollen wieder einmal zeigen, dass sie imme rbesser in dieser Liga angekommen sind. Dass Borken mehr ist als ein Aufsteiger mit guter Laune.

Vorletztes Heimspiel für Danuta Brinkmann. Erstes Münsterland-Derby in Borken. Rückkehrerinnen auf beiden Netz-Seiten Viel mehr Dramaturgie passt am Samstagabend wohl kaum in einen Samstagabend.

Wer dabei sein will, sollte sich beeilen. Nur noch wenige Tickets sind über den Online-Shop erhältlich. Auch an der Abendkasse wird es nur noch ein kleines Restkontingent geben.

Für alle, die nicht in der Halle sein können: Der kostenpflichtige Livestream läuft bei Dyn unter:
https://www.dyn.sport/event/Skurios_Volleys_Borken_USC_M%C3%BCnster_100445 

Text: Thomas Hacker
Foto: Daniel Leib