Aus der eigenen Jugend in die Bundesliga

Aus der eigenen Jugend in die Bundesliga

Außenangreiferin Theresa Naßmacher gehört künftig fest zum Bundesliga-Kader der Skurios Volleys

Die Skurios Volleys setzen ihren Weg konsequent fort und können für ihre zweite Saison in der 1. Volleyball Bundesliga als nächsten Neuzugang eine Person aus der Jugendabteilung des Stammvereins RSV Borken 22 e.V. präsentieren: Theresa Naßmacher gehört künftig fest zum Bundesliga-Kader. Die Außenangreiferin wird mit der Rückennummer 9 auflaufen und ist nach Hannah Rudde und Marika Loker bereits die dritte Spielerin aus der eigenen Jugend, die den Sprung in das Bundesliga-Team schafft. Während Rudde und Loker inzwischen in ihre vierte Saison bei den Skurios Volleys gehen und gemeinsam mit dem Verein den Aufstieg sowie die Premierensaison in der Bundesliga erlebt haben, folgt nun auch für Theresa der nächste große Schritt.

Für die 19-Jährige schließt sich damit ein Kreis. Als junges Mädchen verfolgte sie die Heimspiele der Skurios Volleys noch von der Tribüne aus und trug stolz ein Skurios-Trikot mit dem Namen ihres großen Vorbilds Linda Bock, die ebenfalls den Sprung aus der Jugendabteilung bis in die Bundesliga schaffte. Nun trägt die 183 Zentimeter große Außenangreiferin selbst das Trikot der Skurios Volleys auf Deutschlands höchster Volleyballbühne.

Nach ihren ersten Volleyballjahren beim TuS Velen wechselte Theresa im Alter von zwölf Jahren zum RSV Borken. Dort durchlief sie sämtliche Jugendmannschaften, nahm an Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften teil und entwickelte sich über die zweite Mannschaft kontinuierlich weiter. In der vergangenen Saison gehörte sie zu den Leistungsträgerinnen des Regionalliga-Teams und sammelte gleichzeitig erste Erfahrungen im Training und bei ihren ersten Einsätzen in der 1. Volleyball Bundesliga.

Die ersten Monate im Bundesligaumfeld haben ihr den Einstieg erleichtert. Im Training konnte sie sich bereits an das höhere Tempo gewöhnen und wertvolle Eindrücke vom Niveau in Deutschlands höchster Spielklasse gewinnen. Auch unter dem neuen Trainerteam um Kira Walkenhorst, Maria Walkenhorst, Frank Steverding und Lea Hacker fühlt sich die Außenangreiferin bestens aufgehoben. Besonders die intensive technische Ausbildung und das viele individuelle Feedback helfen ihr dabei, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Neben dem Volleyball studiert Theresa Naßmacher im zweiten Semester Grundschullehramt mit dem vierten Fach Sport an der Universität Münster und verbindet damit Leistungssport und Studium. Nun folgt der verdiente nächste Schritt: In ihrer ersten Bundesliga-Saison als feste Kaderspielerin möchte sie sich weiterentwickeln und gemeinsam mit den Skurios Volleys an die Premierensaison im Oberhaus anknüpfen.

Das sagt Cheftrainerin Kira Walkenhorst:
„Theresa kennen wir natürlich schon seit vielen Jahren. Es ist schön zu sehen, wie sie sich über unsere Jugend und die zweite Mannschaft kontinuierlich entwickelt hat. Genau solche Wege möchten wir als Verein ermöglichen. Sie bringt viel Spielfreude mit, ist unglaublich lernwillig und hat sich ihre Chance durch ihre Leistungen in der Regionalliga verdient. Jetzt geht es darum, ihr die Zeit zu geben, sich Schritt für Schritt an das Bundesliga-Niveau zu gewöhnen. Ich freue mich sehr darauf, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.“

Auch Theresa Naßmacher freut sich:
„Mit dem Volleyball angefangen habe ich im Alter von sechs Jahren beim TuS Velen. Mit ungefähr zwölf Jahren bin ich dann zum RSV Borken gewechselt und konnte mich dort Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dass ich jetzt den Sprung in die 1. Bundesliga gehen darf, macht mich sehr stolz. Besonders schön ist für mich, dass ich früher selbst als Fan auf der Tribüne saß und dabei sogar ein Skurios-Trikot mit dem Namen von Linda Bock getragen habe. Dass ich heute selbst dieses Trikot tragen darf, ist schon etwas Besonderes.

Der Wechsel von der Regionalliga in die 1. Bundesliga ist für mich eine große Chance und eine spannende neue Herausforderung. Ich freue mich darauf, mich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Das Niveau wird noch einmal deutlich höher sein, genau das macht den Reiz aus und motiviert mich zusätzlich. Besonders gespannt bin ich darauf, mich mit den besten Spielerinnen zu messen, von meinen Mitspielerinnen zu lernen und gemeinsam als Team zu wachsen. In meiner ersten Bundesligasaison möchte ich so viel wie möglich mitnehmen, wertvolle Erfahrungen sammeln und meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft beitragen.“

Text: Thomas Hacker
Fotos: Rudolf Barth, Daniel Leib